Bergfeld-Weg 8,5 km

Stadtsteinach – Jurahöhe – Lehenthaler Talsenke – Unterzaubach – Stadtsteinach

Das Bergfeld - Felder auf dem Berge - ist eine besondere Landschaft. Denn auch nach der Flurbereinigung bestimmen die Hecken noch das Landschaftsbild. Wie kam es dazu? Auf einer Fläche von 560 Hektar bieten insgesamt 40 km Hecken einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt einen entsprechenden Lebensraum. Seit Jahrhunderten wurden auf den steinigen Wiesen und Feldern die Steine abgesammelt und an den Grundstücksgrenzen angehäuft. Durch diese mühsame Arbeit entstanden die für die Gegend charakteristischen Lesesteinwälle zwischen den kleinen Grundstücken. Auf diesen Steinwällen konnten sich die dornigen Hecken aus Schlehe, Weißdorn und Heckenrose entwickeln.

Wir laufen vom Marktplatz aus zunächst kurz in der Kulmbacher Straße abwärts, biegen am Heimatmuseum scharf nach rechts ab und gehen an dem Brauhaus vorbei zum Feuerwehrgerätehaus ( Parkplatz ). Hier gehen wir zum Lehenthaler Weg, überqueren die Zaubach und wandern auf der Straße aufwärts bis zum Ortsende. Direkt am Ortsrand ( Ortstafel ) besteht die Möglichkeit nach rechts eine Abkürzung direkt nach Unterzaubach zu benutzen ( 2,5 km ). Wir gehen den Hohlweg aufwärts und wählen den rechten Abzweig direkt am Lehrbienenstand und wandern an Wiesen, Feldern, Naturflächen und Hecken vorbei, bis wir die Höhe erreichen. Die Ausblicke auf die Fränkische Linie, zur Stadt und nach Vorderreuth sind eindrucksvoll. Wir erleben auch die anschauliche Bedeutung der zahlreichen Heckenreihen, welche die weiten Flächen bedecken. Die Landschaft gehört zum Obermainischen Bruchschollenland mit Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Mit diesen Eindrücken laufen wir nach der Höhe auf einem geteerten Wirtschaftsweg bergab in die Lehenthaler Senke ( 3,3 km ). Zunächst zweigt der Heckenweg ( Themenweg ) nach links in Richtung Baumgarten ab. An einer Wegekreuzung kurz vor Lehenthal gehen wir nach rechts und wandern auf einem Wirtschaftsweg aufwärts bis zu einem Rastplatz.

Wir gehen auf dem Fahrweg über die Höhe ( links der Hummenberg ) und genießen die phantastische Aussicht ( im Vordergrund Poppenholz und später Rugendorf ). Kurz vor Poppenholz wenden wir uns nach rechts und kommen in der weiten und offenen Landschaft auf einem Wirtschaftsweg nach Unterzaubach. Hier treffen wir auf den Wanderweg " Fränkische Linie " und den " Marterl Weg ".

Wir wandern im Ort gleich nach der Zaubachbrücke ( 3,0 km ) nach rechts und folgen dem meist trockenen Bachbett der Zaubach durch eine große Weide. Einlass und Ausgang der Weide lassen den Durchgang zu. Bei Tierbeweidung bitte die Wiese umgehen (zum Gehweg entlang der B 303 )! Das Wasser der Zaubach versiegt  meistens im Karstboden und kommt erst am Ortsanfang von Stadtsteinach, gestärkt durch den Wasserzulauf  des Schindelbaches, wieder zum Vorschein.

Wir laufen bis zu den ersten Häusern der Stadt auf einem schönen Pfad an der nun wieder wasserführenden Zaubach. Über die Friedhof-, Kronacher- und Hauptstraße gelangen wir zum historischen Marktplatz der ehemaligen Kreisstadt ( E - 1,9 km ).

Die Stadt, mit der mächtigen Michaelskirche, der mittelalterlichen Wehrmauer, dem stattlichen Forstamt, dem ehemaligen Landratsamt  und den vielen Mühlen, hat vieles vorzuzeigen. In einer Kaufurkunde von 1151 wurde die Stadt Stadtsteinach (Allod Steinaha ) bereits urkundlich erwähnt. Dass sie viel älter sein muss, beweist die Tatsache, dass der Ort zu den Urpfarreien gehörte, die zur Christianisierung dieser Gegend eingerichtet wurden.

Auszug aus dem Wanderführer